Der Grüne Kreisverband Kitzingen diskutierte mit dem aus Schwarzach stammenden Bundestagsabgeordneten Sebastian Schäfer über Verschiebungen im Bundeshaushalt und die steigenden Verteidigungsausgaben. Unter dem Titel „Quo vadis, Bundeshaushalt?“ nutzten rund 25 Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit zum Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Sebastian Schäfer. Der haushaltspolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion stammt aus Schwarzach und vertritt im Bundestag den Wahlkreis Esslingen (Baden-Württemberg).
Zum Auftakt zeichnete Schäfer ein nüchternes Bild der Lage, da die Wirtschaft seit Jahren kaum wachse. Zwar habe die Grundgesetzänderung große finanzielle Spielräume eröffnet, etwa durch das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität. Die Bundesregierung nutze diese Mittel jedoch kaum für zusätzliche Investitionen. Stattdessen werde das Geld vor allem zwischen verschiedenen Töpfen verschoben, um Haushaltslöcher zu stopfen, nannte er seine Sicht.
Die Verteidigungsausgaben stiegen stetig, weshalb es gelte, diese besser zu kontrollieren. Kritisch bewertete Schäfer zudem die wachsenden Zinsausgaben sowie die zunehmenden Darlehen an die Sozialversicherungen. In der anschließenden Diskussion ging es unter anderem um die Frage, welche Folgen der Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge mit sich bringen wird. Außerdem tauschten sich die Anwesenden über Vor- und Nachteile eines Gesellschaftsjahres aus.